Das Gedankenexperiment, Teil 2

Letzte Woche hatte ich mich zu einem Gedankenexperiment entschlossen. Ich wollte über eine ganze Woche, also bis heute, keine negativen Gedanken und Gefühle zulassen.

Die meiste Zeit hat es ganz gut geklappt, aber an der einen oder anderen Stelle bin ich doch eingebrochen. Wenn sich äußere Einflüsse, die einem nicht gefallen, mit eigenen Unpässlichkeiten wie Müdigkeit oder Schmerz zusammentun,  dann ist es eine echte Herausforderung, positiv zu bleiben. Am Mittwochabend kam der Tiefpunkt mit einer kleinen depressiven Phase. Geholfen hat ein längerer Spaziergang. Danach war die gute Laune wieder zurück.

Auf jeden Fall werde ich weiterhin meine Gedanken und Gefühle bewusst im Auge behalten, um diese nicht unkontrolliert ausufern zu lassen. Allerdings habe ich auch gemerkt, dass es problematisch ist, negative Emotionen über einen längeren Zeitraum zu unterdrücken. Manchmal wollen sie einfach raus und das ist auch gut so. Sie zeigen, dass irgend etwas nicht stimmt und möglicherweise eine Änderung notwendig wird. Allerdings sollte man Entscheidungen über tiefgreifende Änderung nicht gerade dann fällen, wenn man sich in einem emotionalen Sturm befindet. Mir hilft Bewegung, Gehen oder Laufen, zum Lösen von inneren Knoten und um den Kopf frei zu bekommen.

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Das Gedankenexperiment

Vor zwei Tagen habe ich mich entschieden, ein Experiment an mir selbst durchzuführen.

Hintergrund ist, dass ich vieles einfach satt habe: schlechte Laune, kreisende Gedanken, miese Stimmung, Rumgemotze usw.

Da ich fest davon überzeugt bin, dass wir selbst für unsere Gedanken und somit auch für unsere Stimmung verantwortlich sind, habe ich mich entschlossen, für eine (verlängerte) Woche, also bis nächsten Freitag, keine negativen Gedanken und keine negativen Gefühle zuzulassen.

Ich bin von Natur aus recht ausgeglichen, aber es gibt Situationen, da geht auch mir der Hut hoch. Nun heißt das Motto: Gedankenkontrolle. Wenn ich positiv denke, dann sollten auch keine negativen Gefühle aufkommen. Ich muss nur schnell genug erkennen, wenn etwas in Anmarsch ist und die Stimmung umschlägt.

Die letzten zwei Tage habe ich es gut hinbekommen. Ich war freundlich, fühlte mich gut. Witzig war allerdings, dass ich mich so sehr damit beschäftigt habe, dass ich mich sogar ertappte, als ich im Traum schlechte Laune bekam. Ich weiß nicht mehr, was der Anlaß war, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich mich selbst korrigierte und zurechtwies.

Spannend wird es ab kommender Woche werden, wenn ich wieder ins Büro darf. Ich frage mich, ob es dort genauso gut klappt.